Mainframemodernisierung - ohne den Host zu verlassen

Eine geläufige Situation: Der Kunde betreibt ein Mainframe Betriebssystem und kann und will die Situation in den nächsten Jahren auch gar nicht ändern. Nichtsdestotrotz will er:

  • Kosten reduzieren und MIPS kappen;
  • Anbindung an moderne Technologien zur Steigerung der Flexibilität;
  • Heterogene Umgebungen auf Basis etablierter Industriestandards einführen.

Diese Ziele kann er u. a. mit verschiedenen Maßnahmen erreichen, auch wenn der Großrechner noch 10 bis 15 Jahre erhalten bleiben wird:

Sofortigen Nutzen bringt die dynamische und Leistungs-Peak-gesteuerte Verlagerung von Batch-Prozessen von z/OS nach Linux for Z, wobei die Single-Source Anwendungen, die JCL usw. auf dem Mainframe beibehalten werden. Dies ist ein sehr effektiver Weg, die Kappung bzw. die Reduzierung von MIPS zu erreichen und weiterhin mit nur einer Anwendung zu arbeiten. Neben der Batch-Verarbeitung bietet Linux for Z weitere direkte Ablösungen von z/OS Prozessen an, wie z.B. die AFP Daten-Aufbereitung.

Ein weiteres wichtiges Instrument und durchaus eine treibende Kraft, um die oben genannten Ziele zu erreichen, ist die Automatisierung - insbesondere im Hinblick auf eine Trennung der Funktion zwischen Entwicklung und Betrieb. Betrachtet man Automatisierung als Plattform, kann man mit den richtigen Werkzeugen eine klassische Hybrid-Landschaft aus Host, Linux und Cloud abdecken und zusammenbringen. Ein Eckpfeiler der Automatisierung in einer Hybrid Landschaft ist die Orchestrierung durch ein ALM (Application-Lifecycle-Management). Die EasiRun-Lösung für ALM verknüpft die verschiedenen Landschaften und erleichtert den Anschluss zur modernen Welt der Entwicklung sowie zu DevOps. Dadurch profitieren Kunden von standardisierten, bewährten, dokumentierten, prüffähigen, wiederholbaren und nachhaltigen Prozessen.

Linux for Z ist zudem ein Türoffner, der es ermöglicht, die COBOL Logik in Java zu kompilieren und in einer Java VM ausführen zu lassen. Prozeduren können u. a. mittels ZIIP/ZAAP Prozessoren in einen IFL auf Linux for Z ausgeführt werden, ohne Belastung der z/OS Partition und ohne Erhöhung des MIPS Bedarfes. Für die Kompilierung nach Java steht der Cross Compiler P3/COBOL zur Verfügung.

Für die z/OS gibt es auch eine Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung (COBEE), mit der sogar in verteilten Teams remote gearbeitet werden kann. Neben COBOL werden auch weitere klassische Mainframe Programmier-/Skriptsprachen, wie PL/1, REXX und natürlich auch JCL unterstützt. Wenn COBEE zum Einsatz kommt, dann entwickeln alle Entwickler in Eclipse. Durch die Vereinheitlichung der Entwicklungsumgebung in Hybrid-Landschaften, wird zum einen den neuen Entwicklern intuitiv der Einstieg erleichtert und werden zum anderen die Host-Entwickler an neue Technlogien herangeführt.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen, über viele Jahre entwickelten und erprobten Verfahren und Werkzeugen, bleibt eine Integration von Eclipse-basierten IDE möglich. Wenn die Aspekte der Konsolidierung und der Standardisierung mitberücksichtigt werden, entsteht erhebliches Potential für eine dauerhafte, nachhaltige Modernisierung der IDE. Diese Modernisierung kann in Folge dessen ohne Verlust von sinnvollen, bereits vorhandenen Funktionalitäten erfolgen.

Zusammenfassend heißt das also, dass es nicht mehr notwendig ist, eine risikoreiche „BigBang“ Stichtagsumstellung zu wagen, sondern mit den entsprechenden Werkzeugen die neue Umgebung iterativ aufzubauen. Dies kann jederzeit erfolgen, ohne die gewohnte Hostumgebung zu verlassen, was ein sofort messbares ROI generiert. Zudem liefert dies auch die Basis für eine Ablösung des Mainframes.

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